18. Juli 2025
„Nächstes Jahr in Knin“
Im 16. Jahrhundert entstand die sogenannte Habsburger Militärgrenze (auf bosnisch/serbisch/kroatisch: Vojna Krajina), die als Militärgrenze zum osmanischen Reich dienen sollte, dass sich immer weiter ausbreitete. Dort wurden orthodoxe Vlachen angesiedelt und bekamen abgabenfreien Grund zur Bewirtschaftung gegen die Bereitschaft, Militärdienst zur (Be-)Festigung der Grenze zu leisten. Die Militärgrenze wurde 1871 aufgelöst.
Während des Zweiten Weltkrieges entstand unter der Anleitung Hitlers der Unabhängige Staat Kroatiens, eine faschistisches Regime unter der Führung von Ante Pavelić. Innerhalb dieses Regimes, das weite Teile Kroatiens, Bosnien-Herzegowinas, sowie Teile Serbiens umfasste wurden systematisch vor allem Rom*nja, Jüd*innen und auch Serb*innen vernichtet und in Konzentrationslagern ermordet.
Als 1990 der Nationalist Franjo Tudjman die Wahlen gewann, erklärte er Kroatien zum Staat der Kroaten und in der mehrheitlich – aber nicht ausschließlich – serbisch besiedelten Krajina machte sich Sorge vor erneuten Ermordungen an Serb*innen breit . 1991 wurde die „Serbische Republik Krajina“ mit der Hauptstadt Knin gegründet, aus der so gut wie alle nicht-serbischen Bürger*innen vertrieben wurden. 1995 wurden dann die serbisch besetzten Gebiete innerhalb von nur drei Tagen von kroatischen Streitkräften (zurück)erobert. Am 5. August wird in Kroatien der „Der Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit und der Tag der kroatischen Verteidiger“ gefeiert, insbesondere in Knin. Die Militäroperation wird als „rein“ bezeichnet, es werden serbische Flaggen verbrannt und es wird teilweise sogar der faschistische Ustascha-Gruß „Za dom – spremni“ gerufen.. In Serbien wird der Tag „Tag der Erinnerung an die Opfer von Oluja“ genannt, während dieser Tage wird Kroatien dämonisiert und nur über die serbischen Opfer geredet, statt auch auf die eigenen Verbrechen zu blicken.
Das Graffiti ist eine Androhung, dass Rache geübt werden wird.
