Wand 111

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Einfahrt Terazije 27, Belgrad

12. April 2025

„Es gab keinen Genozid.“

Das Graffiti bezieht sich auf den Völkermord (bzw. Genozid) in Srebrenica (Bosnien-Herzegowina) am 11. Juli 1995, bei dem über 8000 Männer und Jungen von serbischen Einheiten (unter Ratko Mladić) ermordet wurden. Das Massaker wurde vom Internationalen Gerichtshof und dem Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien als Völkermord eingestuft.

2024 wurde bei einer UN-Generalversammlung darüber abgestimmt, dass der 11. Juli ein internationaler Gedenktag für den Genozid werden soll. Diese Resolution ruft dazu auf, die Fakten über das Massaker zu wahren und verurteilt die Leugnung des Verbrechens, sowie die Glorifizierung der Täter. Allerdings gibt es Politiker*innen in Bosnien-Herzegowina und Serbien, die den Genozid leugnen. Darunter Milorad Dodik, Präsident des bosnisch-herzegowinischen Landesteiles Republika Srpska, der behauptet, dass der Mord and den über 8000 Menschen nie nachgewiesen worden sei. Die Resolution weist Serbien nicht explizit die Schuld an dem Verbrechen zu, wie es Serbiens Präsident Vučić behauptet.

Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verurteilte den serbischen Armeeführer Ratko Mladić, der als Hauptverantwortlicher für das Massaker galt, zu lebenslanger Haft. Mladić wird in Serbien von vielen als serbischer Held gefeiert, was die vielen ihm gewidmeten Graffitis zeigen.