Wand 90

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Friedhofsmauer, Veljka Dugočevića 14, Belgrad

11. April 2025

„Arkan, lebst du?“

Arkan war der Kampfname von Željko Ražnatović. Während der Kriege in den 90ern war er der Milizenführer der paramilitärischen Serbischen Freiwilligengarde und wurde nach dem Krieg in Den Haag für Verbrechen an kroatischen und muslimischen Bürger*innen angeklagt und gesucht. Bereits vor dem Krieg war Arkan in kriminelle Machenschaften verwickelt. Von manchen Menschen in Serbien wird Arkan als Verteidiger der Heimat als Held gefeiert.
Am 15. Januar 2000 wurde Arkan – sowie zwei seiner Begleiter – von dem ehemaligen Polizisten Dobrosav Gavrić ermordet. Wer den Mord in Auftrag gab, ist nicht klar. Nach der Tat tauchte Gavrić in Südafrika unter, wo er 2011 entdeckt wurde.
Das Graffiti befindet sich an der Friedhofsmauer des Friedhofs, wo Arkan begraben liegt. 2020 kamen Gerüchte* auf, dass Arkan noch am Leben sei. Sein Sohn aus erster Ehe behauptete, dass Arkan auf Zypern lebe. Seine Witwe – die Popsängerin Ceca – stritt das allerdings ab*. Ein weiterer Sohn aus einer früheren Beziehung attackierte Ceca und ihren Sohn (seinen Halbbruder) auf Facebook. Ceca argumentierte, dass niemand sie angreifen könnte, wenn Arkan am leben sei.

*Die hier angegebene Quelle ist regierungsnah.